Schülerinnen und Schüler des Roman-Herzog-Gymnasiums bringen Mozarts „Zauberflöte“ auf die Bühne
Oper nur etwas für Erwachsene? Von wegen! Am Roman-Herzog-Gymnasium wird klassische Musik lebendig – und zwar mitten auf der Bühne. Bereits zum vierten Mal entsteht hier eine Opernproduktion gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 6. In diesem Jahr steht „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart auf dem Programm.
Während der Projektwoche schlüpfen die Kinder und Jugendlichen in ganz unterschiedliche Rollen: Sie singen im Chor, spielen Figuren der Oper oder unterstützen hinter den Kulissen. Dabei lernen sie nicht nur die Welt des Musiktheaters kennen, sondern erleben auch, wie wichtig Teamarbeit, Mut und Kreativität für eine gelungene Aufführung sind.
Unterstützt wird das Projekt durch die gemeinnützige Opernorganisation JO! Junge Oper aus dem ostwestfälischen Kalletal. Intendant Stefan Lindemann hat die ursprünglich mehr als zweistündige Oper kindgerecht auf etwa eine Stunde gekürzt. Bekannte Melodien und die wichtigsten Szenen bleiben dabei erhalten.
„Was wir bauen, ist eigentlich nur ein Gerüst“, erklärt Stefan Lindemann, der am Wiener Konservatorium als Opernsänger ausgebildet wurde. „Jede Vorstellung ist einzigartig. Erst dadurch, wie die Kinder ihre Rollen spielen, wie der Opernchor seine Lieder interpretiert, kurz, durch das, was die Kinder auf der Bühne machen, bekommt die Aufführung ihren ganz eigenen Charakter und Schliff.“
Drei Tage lang proben professionelle Opernsängerinnen und Opernsänger gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern. Auf dem Programm stehen Schauspiel-, Sprech- und Gesangsübungen sowie musikalische und szenische Proben – fast wie an einem echten Opernhaus. Auch das Lampenfieber wird nicht fehlen, bis Papageno endlich seine Papagena gefunden hat.
Den Höhepunkt bildet die große Abschlussaufführung am Donnerstag, dem 2. Juli 2026, 18 Uhr in der Ostthüringenhalle. Dort präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihr Können vor Publikum. Nur bei einzelnen Arien und Duetten erhalten sie Unterstützung durch die erwachsenen Sängerinnen und Sänger.
Die fantasievolle Geschichte rund um Gut und Böse, Freundschaft, Toleranz, Weisheit, Liebe, Angst und Gerechtigkeit soll einen spielerischen Zugang zur klassischen Musik eröffnen und Neugier wecken. „Wir kreieren eine Zauberflöte, deren ‚tieferen‘ Sinn sogar auch schon Sechsjährige verstehen“, sagt Lindemann, „und an der Aufführende und Publikum gleichermaßen ihre Freude haben.“
Eines ist sicher: Für viele der jungen Mitwirkenden wird diese Projektwoche ein Erlebnis bleiben, das sie so schnell nicht vergessen werden. Freuen Sie sich auf einen besonderen Opernabend und erleben Sie, mit wie viel Begeisterung die Schülerinnen und Schüler die Bühne zum Leben erwecken. Für das leibliche Wohl sorgt vor der Aufführung sowie in der Pause der Musikkurs der Klassenstufe 11 mit einem kleinen kulinarischen Angebot.
Schulleiterin Peggy Hoppert
