Mit Neugier, Kreativität und wissenschaftlichem Ehrgeiz haben Schülerinnen und Schüler des Roman-Herzog-Gymnasiums Schmölln beim diesjährigen Wettbewerb „Jugend forscht“ beeindruckende Erfolge erzielt. Unter dem Motto „Maximale Perspektive“ präsentierten die Nachwuchsforscherinnen und -forscher innovative Projekte, die sowohl die Jury als auch das Publikum begeisterten.
Isabella Bauer, Hannah Blei, Märtha Kern und Shyanne Langner (Klasse 12) haben sich einem Thema gewidmet, das auf den ersten Blick alltäglich erscheint, bei genauerem Hinsehen jedoch erstaunlich komplex ist: Honig.
Unter dem Titel „Vom Frost geküsst – Wetter verändert den Honig“ haben sie untersucht, wie sich ein konkretes Naturereignis – der Kälteeinbruch am 23. April 2024 – auf die Zusammensetzung von Honig in unserer Region Ostthüringen ausgewirkt hat.
Was diese Arbeit so besonders macht, ist die Verbindung von aktueller Umweltbeobachtung mit biologischer Analyse. Die Gruppe hat nicht nur Daten erhoben, sondern diese auch kritisch ausgewertet und in einen größeren ökologischen Zusammenhang gestellt. Sie zeigt uns damit, wie empfindlich natürliche Systeme auf klimatische Schwankungen reagieren – und wie wichtig es ist, solche Veränderungen wissenschaftlich zu verstehen.
Mit ihrem Engagement, ihrer Sorgfalt und ihrem Forschergeist haben die Schülerinnen die Jury überzeugt und einen hervorragenden 2. Platz in der Kategorie Biologie in Ostthüringen erreicht.
Lennox Schröder, Valentin Neumann und Maximilian Wurda aus der 12. Klasse haben den Zustand unserer Fließgewässer in den Mittelpunkt ihrer Untersuchungen gestellt.
Unter dem Titel „Die Gesundheit unserer Fließgewässer – Am Beispiel einer ökologischen Untersuchung der Sprotte in Schmölln“ gingen sie der Frage nach, wie es um die ökologische Qualität eines lokalen Flusses steht. Ausgangspunkt ihrer Arbeit war dabei eine bemerkenswerte Initiative: die ARD-Mitmachaktion „Unsere Flüsse“, die seit dem 12. Mai 2024 Menschen dazu aufruft, selbst aktiv zu werden und Gewässer in ihrer Umgebung zu untersuchen.
Lennox, Valentin und Maximilian haben nicht nur eine Idee aufgegriffen, sondern sie eigenständig weiterentwickelt, methodisch fundiert umgesetzt und ihre Ergebnisse kritisch reflektiert. Dabei wurde deutlich, wie wichtig solche Untersuchungen für den Umwelt- und Gewässerschutz sind – und wie viel wir alle durch genaues Hinsehen lernen können.
Für ihre überzeugende Arbeit wurden sie in der Kategorie Biologie mit einem hervorragenden 2. Platz in Ostthüringen ausgezeichnet.
Greta Kampf und Emily Rödel aus der 12. Klasse haben sich einem Thema gewidmet, das uns allen vertraut ist – und das zugleich großes wissenschaftliches Potenzial birgt: die Herstellung von Cremes.
Unter dem Titel „Die Herstellung von Naturcremes – Untersuchung verschiedener Rezepturen unter dem Aspekt unterschiedlicher Lagerbedingungen“ haben sie eigene Cremes entwickelt – ganz bewusst ohne Parabene und stattdessen auf Basis natürlicher Öle sowie natürlicher Farb- und Geruchsstoffe.
Doch sie beließen es nicht bei der Herstellung: Mit großer Sorgfalt und wissenschaftlicher Präzision untersuchten sie, wie sich unterschiedliche Lagerbedingungen auf die Qualität und Haltbarkeit ihrer Produkte auswirken. Dabei kombinierten sie chemisches Fachwissen mit experimentellem Geschick und einem ausgeprägten Sinn für systematisches Arbeiten.
Für diese überzeugende Leistung wurden Greta und Emily in der Kategorie Chemie mit einem hervorragenden 2. Platz in Ostthüringen ausgezeichnet.
Tim Stenzel aus der Klasse 7.2 hat sich einem Thema gewidmet, das uns allen aus dem Alltag vertraut ist: der Hygiene in der Küche. Unter dem Titel „Heute schon geschrubbt? Holzschneidebretterhygiene im Alltag“ untersuchte er, wie sich Keime auf Holzschneidebrettern verhalten – insbesondere nach dem Schneiden von Fleisch.
Denn was oft unterschätzt wird: Auf solchen Oberflächen können sich gesundheitlich gefährliche Keime, wie zum Beispiel Salmonellen, vermehren. Tim ging dieser Problematik mit wissenschaftlicher Genauigkeit auf den Grund. Mithilfe sogenannter Abklatschtests konnte er sichtbar machen, wie stark Schneidebretter belastet sein können und wie unterschiedlich Reinigungsmethoden wirken.
Besonders beeindruckend ist dabei nicht nur seine sorgfältige experimentelle Arbeit, sondern auch der praktische Nutzen seiner Ergebnisse. Tim zeigt konkrete Lösungen auf und empfiehlt unter anderem die Reinigung der Holzbrettchen im Geschirrspüler oder sogar in der Mikrowelle, um Keime wirksam zu reduzieren.
Für diese überzeugende und alltagsnahe Forschungsleistung siegte Tim im Regionalwettbewerb Ostthüringen in der Kategorie Biologie und wurde zum Landeswettbewerb nach Jena delegiert.
Dort erhielt er einen Sonderpreis – eine außergewöhnliche Anerkennung seiner Arbeit.
Mit ihrem erfolgreichen Abschneiden beim Wettbewerb „Jugend forscht“ haben die Schmöllner Schülerinnen und Schüler nicht nur ihr Können unter Beweis gestellt, sondern auch eindrucksvoll gezeigt, wie viel Potenzial in der nächsten Generation steckt.
Die Schulgemeinschaft des Roman-Herzog-Gymnasiums ist stolz auf ihre jungen Talente
und gratuliert recht herzlich!
Fotos und Text: Silke Orlick