In der Vorweihnachtszeit wurde in der Ethikgruppe von Fr. Vogeler, zu der Schüler der Klasse 5.1 und 5.2 gehören, über die Bedeutung von Weihnachten als Fest der Familie sowie weihnachtliche Traditionen und Bräuche gesprochen. Dabei haben die Kinder auch selbst darauf hingewiesen, dass nicht alle Menschen auf der Welt und auch nicht alle in Deutschland so ein schönes Fest feiern können.
Dabei entstand schließlich die Idee, einsamen Menschen zu Weihnachten eine kleine Freude zu bereiten. Freiwillig konnten die Kinder zu Hause kleine Briefe oder Weihnachtskarten schreiben. Viele beteiligten sich, schrieben schöne, einfühlsame Texte und gestalteten noch dazu die Seiten sehr liebevoll. Da die Mutter einer Fünftklässlerin in einem Altersheim bei Gößnitz arbeitet, konnten die Briefe und Karten dann direkt für die dortigen Bewohner mitgegeben werden.
Zu unserer großen Überraschung bekamen wir nach den Weihnachtsferien dann selbst einen großen Umschlag mit Fotos, die die Senioren beim Lesen der Schülertexte zeigten, und Briefe der älteren Menschen an uns. Viele bedankten sich ganz persönlich für unsere lieben Weihnachtswünsche, stellen Fragen zum Lernen oder zu den Hobbys, einige malten sogar auch etwas dazu. Von diesen Rückantworten waren alle der Ethikgruppe sehr gerührt, denn man merkte deutlich, wie dankbar und gelichzeitig auch neugierig die Senioren waren. Sie verdeutlichten noch dazu, dass sie gern weiter mit uns in Kontakt bleiben würden. Vielleicht ergibt sich bald mal die Möglichkeit, das Altersheim mal zu besuchen.
Text: Susann Vogeler Fotos: Stefanie Schulze
